Unser Besuch in Zöld Menedék 2011

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kiki
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Unser Besuch in Zöld Menedék 2011

Beitragvon kiki » 5. Dezember 2011, 20:18

An einem Mittwochabend machten wir vier unerschrockenen Team/Vereinsmitglieder Martina, Marion, Steffi und Maren uns auf den Weg mit dem Auto quer durch Europa zu fahren um unser Partnertierheim Zöld Menedék kennenzulernen. Gut ausgerüstet mit allem was dem leiblichen Wohl guttut ging es auf die mehr als 1200 Kilometer lange Reise. Wir trotzen den schlechten Witterungsverhältnissen- namentlich seinen hier die 20 Meter Sicht auf Grund von Nebel in den Serpentinen der Tschechei- und erreichten wohlbehalten am frühen Donnerstagmorgen das Hotel in Vác. Glücklicherweise konnten wir vier Langstreckenfahrer bereits am frühen Morgen unsere Hotelzimmer beziehen um uns kurz frisch zu machen. Denn nach einem kurzen aber reichhaltigen Frühstück wurden wir auch schon von unserem ungarischen Teammitglied Krisztina abgeholt und es ging sofort zu unserem Partnertierheim um uns dort einen Eindruck von der momentanen Situation zu verschaffen und um sehen, was mit unseren bisherigen Spenden schon verbessert werden konnte.

Freitagmorgen führte der Weg direkt zur Hundeschule. Die Hundeschule befindet sich auf einem 1200qm großen Gelände, das Barbara die Besitzerin des Tierheims gekauft hat. Davon wurden ca. 1000qm mit einer Mauer und 2 großen Rolltoren gesichert. Aufgrund der Finanzkrise blieben aber leider die Interessenten aus. Nun wurde dort mit neuen Zwingern, überwiegend von uns finanziert, eine Tierheimaußenstelle gebaut. Strom ist vorhanden, nur das Wasser muss z. Zt. noch täglich angeliefert werden. Im Gegensatz zum eigentlichen Tierheim ist es hier eine wahre Idylle.
Den weiteren Ausbau werden wir gemeinsam mit Barbara diskutieren und mit Spendengeldern mitfinanzieren.

Wir hatten nun am Donnerstagabend von Krisztina den Schlüssel in die Hand gedrückt bekommen. Denn Krisztina musste Gunda vom Flughafen abholen. Völlig begeistert von so viel Vertrauen, dass den vieren mit der Übergabe des Schlüssels entgegengebracht wurden machten sie sich gleich an die Arbeit. Das hieß ersteinmal die Zwinger reinigen. Keine angenehme Aufgabe auch sowas kann tatsächlich Spaß bringen. Die Hunde deren Zwinger gerade gereinigt wurden durften natürlich ungehindert über das Gelände der Hundeschule toben und nutzen diese Gelegenheit natürlich zu ausgiebigen Sprint und Toberei. Anfangs wurde immer nur ein Hund zur Zeit aus dem Zwinger gelassen, doch mit der Zeit wurden die Mädels immer mutiger. Sie begannen damit zwei Hunde gleichzeitig laufen zu lassen. Und je besser sich die Hunde verstanden um so mutiger wurden unser vier deutschen Hundeschützer. So dass schließlich fast alle Hunde gleichzeitig über das Gelände tollten. Es waren bewegende Momente zu sehen wie glücklich und zutraulich die Hunde waren. Und das trotz ihrer doch häufig schlimmen Vergangenheit. Leider mussten wir dann doch Abschied nehmen. Doch wir wußten ja am nächsten Tag werden wir die Hunde ja noch einmal besuchen können. Und auf die meisten dieser Hunde wartet eine deutschen Familie. Trotzdem machte sich Wehmut breit, denn Hunde wie Pityu haben noch keine Familie ebenso die kranken Hunde die in der Hundeschule zur Genesung sind warten noch auf ein warmes Plätzchen. Tja, der kleine Pityu ist ja ein ganz besonerer, der sich ohne Umwege in Steffis Herz getobt hat. Ein echter Spaßvogel und Energeibündel der aber auf Grund seiner Unverträglichkeit im großen Rudel ein Leben in „Einzelhaft“ in der Hundeschule fristen muss. Boonders Traurig ist auch die Geschickte von Noni mit den Fledermausohren. Sie ist so ängstlich, dass sie sich weder von Menschen anfassen lässt noch mit Hunden spielt. Sie kam immer neugierig an die Gitterstäbe vom Zwinger, doch sobald sich Mensch oder Hund ihrem Zwinger näherte zog sie sich mit eingezogenem Schwanz in die hinterste Zwingerecke zurück.
Anschließend fuhren wir wieder nach Vác. Gleich neben dem Eingang des Tierheims befindet sich eine "Hundeklappe". Dort können die ehemaligen Hundebesitzer ihre Vierbeiner abgeben. Doch nicht nur Hunde auch Katzen werden regelmäßig aus der Hundeklappe geholt. Es fällt jedes Mal wieder schwer nicht alle Hunde retten zu können bzw. sofort ein neues zu Hause geben zu können. So kam es dann auch wieder, dass die Emotionen überhandnahmen und die eine oder andere Träne floss. Obwohl es für einige nicht der erste Besuch in einem ungarischen Tierheim war fällt es immer wieder schwer die Eindrücke zu verarbeiten. Die Hunde mit denen man eben noch gekuschelt hat, sie fast durch die Gitterstäbe gekrochen sind zurückzulassen. Ihre Blicke zu ertragen und nicht dem eigenen Impuls nachzugeben und die Hunde aus dem Zwinger zu holen, unter den Arm zu klemmen und mitzunehmen.
Nach diesem emotionalen Besuch im Tierheim hatten wir noch die Möglichkeit die Tierklinik die unsere Hunde behandelt zu besichtigen. Wir wurden durch alle Behandlungsräume, den OP sowie die Nachbetreuungsstation geführt. Unser Anliegen ist es nun, dass unsere Hunde gerade in den Wintermonaten nach einer OP etwas länger in der Tierklinik bleiben können und nicht nach einer Nacht wieder raus in die Kälte.
Der Samstag war wieder ausgefüllt mit einem Besuch in unserem Tierheim sowie dem in einem befreundeten ungarischen Tierheim, dass auch Hunde nach Deutschland vermittelt.
Nach den vielen, vielen Eindrücken ließen wir den Abend bei einem echten ungarischen Gulasch und Palatschinken bei unserem ungarischen Teammitglied Krisztina ausklingen.
Sonntag ging es noch einmal zum Abschied nehmen und Einpacken von Hazel- sie durfte ihre Reise in ihre neue Familie antreten- in die Hundeschule. Dann hieß es für die vier unerschrockenen Autofahrer ab Marsch nach Hause. Vor ihnen lagen wieder mehr als 1200 km Fahrt.
Für Krisztina und Gunda stand noch ein Besuch in der Tierklinik an, da Atlas sich den Halskragen und den Body abgefieselt hat und die Fäden der Kastrationswunde selbst gezogen hat. Zum Glück musste er nicht noch einmal operiert werden da die Wunde schon gut genug angefangen hatte zu verheilen.
Am späten Nachmittag hieß es auch für Gunda schweren Herzens Abschied nehmen.
Doch zum Glück ist es kein Abschied für immer, wir werden im nächsten Jahr wieder kommen und bis dahin hoffentlich noch viele, viele Hunde in ihre Familien vermitteln.
Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass selbstverständlich keine Vereinsgelder für die Reise verwendet wurden. Jeder hat seine Fahrt/Flug/ Hotel etc. selbst bezahlt.


Spendenübergabe für neue Zwinger in der Hundeschule (Gunda, Barbara und Martina v.l.)

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Ein Blick auf unsere Hundeschule

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Toben in der Hundeschule

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Eindrücke aus dem Tierheim

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Steffi kuschelt

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Gunda kuschelt mit Ussa

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Das Tierheim- Team

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Marion mit Barney

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Vor unserem Tierheim Gunda, Maren, Marion und Martina (v.l.)

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Die Hundeklappe:

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Steffi mit Barbie:

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Hazel im sexy Outfit geht auf Reisen

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Auch wir bekamen ein Dankeschön von Barbara

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Viele Grüße von
Gunda und Susi Bild

Püppi :liebesflagge: (06. Aug. 2007 - 11. Okt. 2012)

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